Was hat Esther mit Josef zu tun? (A)
Hintergründiges zu einer aussergewöhnlichen Ausstellung
Wer heute noch einen handgeschriebenen Brief erhält, darf sich schon fast von nennen. Elektronische Schriften, Computerschriften, virtuelle Schriften zeugen von technischem Fortschritt, aber auch von der Schnelllebigkeit einer Zeit. Schrift besagt nichts mehr. Deshalb berühren alte Handschriften besonders. In ihrer Schönheit tritt eine Sinnlichkeit zutage, die uns Heutigen bewusst machen kann, wie sehr wir unserer eigenen Sinne beraubt worden sind. Ornamente und Bilder, das Spiel mit Formen, die Strenge der Zeichen, sie alle vermitteln ein Wissen für ein Leben, das nicht einfach aufgeht in den alltäglichen Lebensvollzügen und das mehr ist als die Summe seiner Einzelheiten.
Es ist von Vorteil, bestimmte Hintergründe und Inhalte alter Handschriften zu kennen. Warum gibt es so viele Pessach-Haggadot? So viele Esther-Rollen? Und warum spielt Esther bei Christen (fast) keine Rolle? Was hat Esther mit Josef zu tun?
Führung durch die Ausstellung «Schöne Seiten - Jüdische Schriftkultur aus der Braginsky Collection» (25.11.2011 - 11.03.2012) des Landesmuseum Zürich.
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