Jüdische Geschichte im Bodenseeraum
Eine 2-tägige Exkursion in 3 Länder
Um 1200 boten die aufblühenden Handelsstädte am Bodensee vielen aus Nordfrankreich vertriebenen Juden Anreize sich dort niederzulassen. Es entstand die «Medinat Bodensee» (Bezirk Bodensee), worunter die Juden die Zusammenfassung aller Gemeinden im geografischen Bereich Schweiz, Österreich, Bayern und Schwaben verstanden.
Die gemeinsame und kaum bekannte Geschichte der Juden im Bodenseeraum ist Thema der zweitägigen Exkursion. Diese startet in Zürich und führt am ersten Tag über Bad Zurzach nach Waldshut-Tiengen, Gailingen (Deutschland) und endet am Abend in Hohenems. Nach Nachtessen und Übernachtung im Hotel Besuch des Jüdischen Museums Hohenems. Dieses erinnert an die landjüdische Gemeinde Hohenems und deren vielfältige Beiträge zur Entwicklung Vorarlbergs und der umliegenden Regionen. Darüberhinaus beschäftigt es sich mit Jüdischer Gegenwart in Europa, mit Diaspora und Migration. (Im September ist dort die Ausstellung «Schnellkurs Juden» zu sehen.)
Letzte Station der Reise bildet die Begehung des «jüdischen Kulturweges» in den beiden Aargauer Gemeinden Endingen und Lengnau. Dieser zeugt mit seinen Synagogen, einem Ritualbad , einer Matza-Bäckerei und weiteren Sehenswürdigkeiten von einem einzigartigen Kapitel jüdischer Kultur in der Schweiz.
