Auf den Spuren von Rabbi Moses.

Führung in der Zürcher Altstadt

Zehn bis fünfzehn Familien bildeten vom 13. bis 15. Jahrhundert die erste jüdische Gemeinde in Zürich. Wieso kamen sie nach Zürich und warum wurden sie ausgewiesen? Wo haben sie gelebt? Unter welchen Bedingungen? Womit haben sie ihren Lebensunterhalt bestritten? Wo haben sie gebetet und wo ihre Toten beerdigt?

Die Führung ist eine Spurensuche nach Frau Minne, Vifli, Israel, Mordechai und weiteren

Mitgliedern der spätmittelalterlichen jüdischen Gemeinde und insbesondere des Rabbi Moses ben Menachem. Letzterer verfasste einen Kommentar zu einem wichtigen religionsgesetz-lichen Werk, dem «Sefer Mizwot Katan» (kleines Buch der Gebote) des Isaak ben Josef von Corbeil, von dem ein schönes Exemplar in der Ausstellung «Schöne Seiten – jüdische Schriftkultur aus der Braginsky Collection» im Zürcher Landesmuseum (noch bis 11.3.12)

zu sehen ist. Mit den Teilnehmenden wird die ehemalige Judengasse und Synagoge besucht, sie erfahren etwas vom Alltag der Zürcher Juden im Mittelalter und besichtigen als Höhepunkt die weltweit einmaligen hebräischen Beschriftungen profaner Wandmalereien.